Der Winter zieht die Tage zusammen. Das Licht wird knapper und das Leben verlagert sich stärker in unsere Innenräume. In dieser Zeit versuchen wir oft, gegen die Dunkelheit anzukämpfen. Dieser kleine Impuls lädt dich dazu ein, dem Winter mit wachen Sinnen zu begegnen, ihn anzunehmen, wie er sich gerade zeigt, und das Schöne in ihm zu suchen. So können wir ihm ein Stück seiner Schwere nehmen.
Nimm dir regelmäßig – zu einem Zeitpunkt, der gut für dich passt – ein paar Minuten Zeit und frage dich, wo heute oder in den letzten Tagen etwas leicht, freundlich oder ruhig war. Diese Augenblicke sind da, auch im Winter. Sie gehen nur leichter verloren. Spüre noch einmal bewusst in einen dieser Momente hinein. Wenn du magst, kannst du dich fragen: Was hat mir dieser Moment gezeigt? Wie habe ich mich dabei gefühlt? Wie war mein Körper in diesem Augenblick?
Es ist vollkommen in Ordnung, wenn dir manchmal nichts einfällt. Manche Phasen sind einfach anstrengend, dicht oder überfordernd – unabhängig von der Jahreszeit. Achtsamkeit heißt nicht, krampfhaft nach Licht zu suchen. Auch das Nicht-Finden darf da sein. Es muss dabei auch nichts reflektiert oder analysiert werden. Manche Menschen verspüren eher das Bedürfnis, kurz in der Erinnerung zu verweilen und still dankbar für diese Momente zu sein.
All diese kleinen und größeren Momente haben, zusammengenommen, die Kraft, etwas zu verändern: im Inneren und oft, mit etwas Verzögerung, auch im Außen. Mit der Zeit entsteht so eine innere Sammlung. Kein Vorrat für „schlechte“ Tage, sondern eine liebevolle Erinnerung daran, dass selbst in dunklen Phasen etwas leuchtet. Unser Verstand speichert solche Erfahrungen ab. Je regelmäßiger diese Übung praktiziert wird, gerade auch in den Zeiten, in denen wir glauben, sie nicht zu brauchen, desto leichter können wir in herausfordernden Phasen darauf zurückgreifen.
Der Winter mag die dunkle Jahreszeit sein. Mit Geduld und etwas Übung können wir dennoch lernen, uns selbst ein Licht zu sein.
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Diese Übung ist ein kreativer Achtsamkeitsimpuls und kein Ersatz für medizinische oder therapeutische Beratung. Alle Übungen erfolgen in eigener Verantwortung.

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